was sind Depressionen
DEPRESSIONEN UND ÄNGSTE
Die Depression ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erscheinungsformen von seelischen Störungen. Sie hat in einer Weise zugenommen, daß von einer neuen Volkskrankheit gesprochen wird.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der an Depressionen erkrankten Menschen weltweit auf 3 - 5 %.
Neben individuellen Faktoren des einzelnen Menschen werden für die Zunahme depressiver Störungen auch unsere geänderten Lebensbedingungen verantwortlich gemacht, die für eine ausgeglichene stabilisierende Gefühlswelt des Menschen recht wenig Platz lassen.
Was macht eine Depression aus?
Jeder Mensch kennt traurige und gedrückte Stimmungen oder Gefühle der Schwermut. Sie sind wichtig und unentbehrlich, um Krisen verstehen zu lernen und sie zu verarbeiten. Ein Mensch, der traurig ist und an sich selbst leidet, wird häufig depressiv genannt. Solche depressive Verstimmungen, die jeden Menschen ereilen, unterscheiden sich jedoch klar von einer Depression. So fassen Fachleute den Begriff Depression als Störung oder Erkrankung enger und verknüpfen ihn mit dem Auftreten bestimmter Symptome. Viele depressive Menschen sind bedrückt und schwermütig, sie fallen auf durch massive Selbstvorwürfe und Selbstanklagen gegen sich.
Sie leiden unter extremen Minderwertigkeitsgefühlen und setzen ihre eigene Person herab. Auch fallen viele Menschen durch Angst auf, die scheinbar grundlos ist, ihnen unerklärlich erscheint und ohne bestimmten Anlaß auftritt. Sie kann sich bis zur Panik steigern und hat zahlreiche körperliche Ausdrucksformen wie z.B. starkes Herzklopfen, zugeschnürten Hals, Schweißausbrüche.
Manchmal äußert sich Angst auch im scheinbaren Gegenteil, nämlich in einer übertriebenen und unangemessenen Angriffslust.Meistens ist die Depression jedoch nach innen gerichtet, eine gegen das eigene Ich gerichtete Zerstörung. Häufig kapseln sich depressive Menschen von Familie, Freunden und Bekannten ab.
Es kann zu einem totalen Rückzug kommen, und oft wirken die Menschen völlig in sich eingeschlossen.
WARNZEICHEN
* Schwarzsehen
* Angst, Schuldgefühle, Unlustgefühle
* anhaltender Schlafdrang
* Tagesschwankungen - morgens fühlt man sich schlecht, abends besser
* Bewegung und Denken sind verlangsamt
* häufiges, grundloses Weinen
* anhaltende Schlaflosigkeit
* kein Appetit
* keine sexuellen Bedürfnisse
* Gleichgültigkeit
* Selbsttötungsgedanken und Todeswünsche
